Royal Tours

Der Besuch im Winter

Was sich ändert

  • Der Tag ist kurz, der letzte Einlass früher. Im Dezember um vierzehn Uhr, im Januar und November um fünfzehn Uhr. Eine Buchung am späten Nachmittag gibt es schlicht nicht, und ein großer Teil des Besuchs findet in der Dämmerung statt.
  • Birkenau ist kalt auf eine Weise, die sich mit der Stadt nicht vergleichen lässt. Offenes Gelände, kein Schutz, Wind über das ganze Areal. Eine Stunde dort bei minus fünf Grad ist nicht dasselbe wie eine Stunde in Krakau bei minus fünf Grad.
  • Es ist ruhiger. Weniger Gruppen, weniger Menschen in den Ausstellungen, mehr Platz und mehr Stille.
  • Einfacher zu buchen ist es deshalb nicht. Es kommen weniger Besucher, aber die Gedenkstätte hat kürzer geöffnet, es gibt also auch weniger Eintrittszeiten. Das eine hebt das andere weitgehend auf: Wintertermine muss man nicht später buchen als Sommertermine.

Die Strecke bleibt gleich

Auch im Winter sind es vier bis fünf Kilometer zu Fuß, darunter eine Stunde auf dem offenen Gelände von Birkenau. Der Unterschied ist, dass Sie sie in der Kälte und teils nach Einbruch der Dunkelheit zurücklegen.

Was Sie anziehen sollten

  • Warme Schuhe, keine Sneaker. Der Boden in Birkenau ist uneben und im Winter entweder matschig oder gefroren.
  • Mütze und Handschuhe. Auch wenn sie in Krakau überflüssig erscheinen.
  • Mehrere Schichten. Die Blocks in Auschwitz I sind beheizt, und der Besuch besteht aus ständigem Hinein und Hinaus. Eine Jacke, die sich öffnen lässt, ist besser als die wärmste, die Sie nicht ausziehen können.
  • Kapuze statt Regenschirm. Bei Wind nützt ein Schirm nichts.

Was der Winter nicht ändert

  • Die Taschengröße. Weiterhin 35 × 25 × 15 cm. Eine dicke Jacke zählt nicht als Tasche.
  • Den Lichtbildausweis. Wird am Eingang wie immer geprüft.
  • Die Dauer. Weiterhin etwa vier Stunden.
  • Die Empfehlung zu Kindern. Weiterhin nicht unter vierzehn Jahren — im Winter umso mehr, wenn zur Schwere des Themas Kälte und frühe Dunkelheit kommen.

Lohnt sich ein Besuch im Winter?

Wenn die Frage lautet, ob es schlechter ist als im Sommer — nein. Es ist anders. Stiller, kälter, früher dunkel. Für viele ist das ein Besuch, der dem Ort näherkommt.

Wenn die Frage lautet, ob Sie fünf Kilometer in der Kälte schaffen, davon eine Stunde auf offenem Feld, dann ist das die richtige Frage — und die Antwort hängt davon ab, wie Sie sich anziehen.

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